Juli 31, 2013 By

Quakenbrück, 4. September 2013. Die SLA GmbH, Experte für Prozessoptimierung und IT-Lösungen in der Lebensmittelindustrie, hat vor zahlreichen Vertretern aus Politik und Wirtschaft eine neue, datensichere und dezentrale Meat Intergrity Solution vorgestellt. Schlachtbetriebe speichern damit Klassifizierungsdaten aus dem Eichbereich entspringend verschlüsselt und signiert auf einem eigenen Server. Nach Bedarf können sie Liefer- und Handelspartnern, Klassifizierungsdiensten und weiteren Kontrollinstanzen Zugriffsrechte einräumen. Die manipulationssicheren Daten sollen Transparenz, Effizienz und Sicherheit in der gesamten Lieferkette schaffen, den Verbraucher schützen und das Ansehen der gesamten Fleischwirtschaft stärken.

Nach dem Konzept der SLA werden Schlachtbetriebe in Zukunft die Tierdaten von branchenspezifischen Peripheriegeräten wie Fat-O-Meter (FOM), AutoFOM und Waagen ebenso wie Veterinärbefunde manipulationssicher verschlüsselt und signiert auf einem internen Meat Integrity Server ablegen. Spezielle Hardware ermöglicht die kostengünstige Anbindung älterer Geräte einschließlich der Verschlüsselung. „Damit erreichen die Betriebe eine ständige Rückverfolgbarkeit auf originäre Daten ohne Beeinträchtigung der Produktion und der Weiterverarbeitung in kaufmännischen Systemen“, erklärte Jörg Brezl, Geschäftsführer der SLA, bei der Präsentation in Quakenbrück. Über eine sichere Internetplattform können die Schlachtbetriebe ihren Partnern unter Erzeugern, Vermarktern und Abnehmern, sowie Klassifizierungsunternehmen und weiteren Kontrollinstanzen den Zugriff speziell auf die betreffenden Datensätze verleihen. Anhand einfacher Formeln lassen sich damit Klassifizierungen nachvollziehen, Abrechnungsdaten überprüfen und die erhaltene Lieferware bis zum Erzeuger rückverfolgen. Dieses Konzept beruht auf der freiwilligen Bereitschaft zu einer vertrauensvollen Zusammenarbeit. „Diese dezentrale Lösung wird für alle Beteiligten wesentlich kostengünstiger, als eine zentrale Datenhaltung mit entsprechendem Pflege- und Kontrollaufwand“, erklärte Paul Brand, Vorsitzender des Verbandes der Fleischwirtschaft e.V., zugleich Inhaber und Geschäftsführer des Pilotanwenders Brand Qualitätsfleisch GmbH & Co. KG in Lohne. „Außerdem verbleiben alle Daten zugriffssicher im Unternehmen.“ Die zentrale Pflege und Verwaltung der Zugriffsberechtigungen über ein Internetportal mit neuartiger Single Sign-on Technologie ermöglicht allen Partnern einen ortsunabhängigen Zugriff auf die dezentralen Daten in der Lieferkette. „Unsere Meat Integrity Solution stellt allen Nutzern unabhängig von ihrem Standort über die Grenzen hinweg die vorgesehenen Daten zur Verfügung“, erklärte Hermann Grevemeyer, Geschäftsführer der SLA. „Eine Lösung muss den tatsächlichen Marktbedingungen entsprechen, wenn sie Erfolg haben soll.“ Dies stellt SLA mit verschiedenen Maßnahmen auf unterschiedlichen Ebenen sicher: Neben dem laufenden Pilotbetrieb in mehreren Unternehmen wird die Meat Integrity Solution derzeit von der TÜViT nach den Kriterien für die höchste Sicherheitsstufe zertifiziert. Ein neuer Beirat soll zudem die Entwicklung beeinflussen und die Interessen von Erzeugern, Schlachtbetrieben, Weiterverarbeitern und Abnehmern wahrnehmen.

 

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